
Die Sonnenhof-Pferde stellen sich vor:
Scarlett, Warmblut-Mix:
Stute, 26 Jahre alt
sollte erschossen werden
konnte übernommen werden
Liebevoll unsere „Zicke“ genannt. Scarlett trägt ihre Vergangenheit mehr als deutlich in sich. Immer die Ohren bis zum Anschlag angelegt, um sich alle Menschen vom Hals zu halten, anfangs sehr kopfscheu, laut Informationen schwerer Sattelzwang, erschreckte sie sich bei jeder schnellen Bewegung und war alles andere als zugänglich.
Der Kontakt mit Menschen war für sie purer Stress. Selbst das Führen auf die Koppel war ein Problem. So ein Verhalten hat seine Gründe! |
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Scarlett musste lernen, dass Menschen und Berührungen nicht unbedingt etwas Unheilvolles sein müssen. Sie hat uns erlaubt, mit ihr Freundschaft zu schliessen. Wir dürfen sie am Kopf kraulen und ihr das Fell ausbürsten…nach einer gewissen Zeit gehen die Ohren dann auch nach vorne. Heute ist Scarlett eine echte Schmusedame, bei Fremden aber manchmal noch zurückhaltend.
Mittlerweile macht ihr ihre Athrose hin und wieder zu schaffen, was aber bisher bestens im Griff zu halten ist.

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Rex, Arabo-Haflinger:
Wallach, 23 Jahre alt
sollte erschossen werden
konnte übernommen werden
Der kleine Draufgänger ist das typische Kind im Manne. Rex ist ein echter Strahlemann. Wenn man traurig ist, sollte man sich sofort in seine Nähe begeben und schon hat man sicherlich nach kurzer Zeit eine Menge Gründe zum Lachen.
Er spielt gerne und bei jeder Gelegenheit, manchmal allerdings etwas zu stürmisch. |
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In Rex steckt ein kleiner Entdecker und er freut sich sehr über Kopfarbeit und etwas Abwechslung. Er ist nicht mehr der Jüngste, aber ein Powerpaket mit jeder Menge Spaß an kleinen Aufgaben.
Der Blondschopf ist einfach ein toller Kumpel mit dem es nie langweilig werden könnte, im Gegenteil. Rex ist schnell unterfordert oder gelangweilt… er hat noch einiges vor.

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Rauke, Friese:
Wallach, 23 Jahre alt
Scheidungs"kind" und ehemaliges Apassionata-Pferd, an dem man das Interesse verloren hatte
freigekauft
Unser Zirkus“pony“. Rauke lief früher als Showpferd und hat dementsprechend ein paar Lektionen drauf, die er immer mal wieder unaufgefordert zeigt. Man muss zwischendurch aufpassen, wo man ihn anfasst, denn er missversteht ein Streicheln oder Putzen an bestimmten Körperstellen manchmal und führt dann eine Lektion vor, die man nicht beabsichtigt hat. Das roboterhafte Abspielen seiner Zirkusstückchen macht uns immer wieder klar, wie sehr seine Pferdeseele geschunden worden war. Es macht jedes mal traurig, wenn man ihm erklärt, dass er das nie wieder tun muss. |
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Rauke ist ein großes Pferd mit einer sehr sensiblen, schüchternen und verletzlichen Seele. Er ist manchmal etwas unsicher und braucht stets jemanden zum Anlehnen. Entweder dient dazu sein bester Kumpel Nero oder ein ihm bekannter Mensch. Rauke könnte keiner Fliege etwas zu leide tun, ist selbst sehr verletzlich.

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Nero, Friese:
Hengst, 17 Jahre alt
Landete wegen einer anstehenden Kiefer-Operation beim Händler, da man das Geld für ihn nicht ausgeben wollte. Nach der notwendigen und komplizierten OP, die der Sonnenhof zahlte, ist er vollständig genesen und hat sich zu einem stattlichen Vertreter seiner Rasse entwickelt.
Der Chef im Ring. Nero war sehr lange ein recht kränkliches Etwas, eine Art Dauersorgenkind, als er auf dem Sonnenhof landete. Der Tierarzt war Dauergast.
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Er hat sich wahnsinnig entwickelt und gehört jetzt optisch sicherlich zu den Ausnahmeerscheinungen auf dem Hof. Nero trägt eine überragende Souveränität in sich und ein unglaublich ehrlicher Bursche.
Nero gibt seine Sicherheit gibt seine Sicherheit an seinen Lebenspartner Rauke weiter.
Die Menschen, die er kennt und mag, erleben ihn meist unglaublich sanft und vorsichtig, Er ist nie aufdringlich, nie fordernd… er trägt eine sehr angenehme Ruhe in sich, die er an seine Umgebung weitergibt.

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Raditsch, russisches Vollblut:
Wallach, 21 Jahre alt
sollte der Schlachtung zugeführt werden, als er aufgrund einer Sehnenverletzung für den Sport unbrauchbar wurde
freigekauft
Unser russischer Adel im Stall. Ehemals ein recht erfolgreiches Sportpferd wurde er wegen einer Sehnenverletzung abgeschoben. Raditsch ist ein Vollblutschmuser.
Er liebt es, einem seinen Kopf auf die Schulter zu legen und sich kraulen zu lassen.
Er ist allerdings gerne ungestört dabei und alle anderen Pferde werden dann vertrieben. Die Aufmerksamkeit, die er erhält, hat er dann gerne ganz für sich.

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Wie alle anderen schmeisst er sich gerne draussen in den Dreck und wer meint, er möchte ihn „mal eben“ schön putzen, hat defintiv immer viel vor sich. „Radieschen“, wie wir ihn liebevoll rufen, ist eine ganz sensible Natur und ist wie fast alle unserer Bewohner ein Freund der leisen Töne.
Trotz seiner Sehnenverletzung, die sehr gut ausgeheilt ist, gehört er nicht zum alten Eisen. Raditsch ist sehr bewegungsfreudig und zeigt ordentlich Tempo. Eine schwere Huferkrankung hat uns ein Jahr Nerven gekostet…und er bleibt ein Sorgenkind…aber: es wird. Im Moment scheint alles im griff und er hat keine Probleme. |
Baby, Shetland Pony:
Wallach, ca. 38 Jahre alt
Wurde per Zufall gefunden
Baby war alt und "nutzlos". Es sollte für ein paar Euro der Schlachtung zugeführt werden. Ein potentielles Verkaufsgespräch bekam unser Sonnenhof-Mathias in einer Gaststätte am Nachbartisch sitzend mit, bezahlte das Pony in bar und nahm es auf der Stelle mit.
Unser Baby „Hengstbändiger“ per excellence. (Steht wechselweise bei unseren Hengsten)
Der kleine „Wolf im Schafspelz“! |
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Baby ist ein altes Pony mit unschöner Vergangenheit. Er hat sie hinter sich gelassen, aber es gibt für Menschen in seiner Nähe deutliche Grenzen.
„Klein, aber oho“ passt hier bestens. Baby ist ein echt schmusiger Typ, den man aufgrund seiner geringen Größe allerdings gerne mal unterschätzt. Baby regelt seinen Tagesablauf gerne selbstständig und geniesst die Freiheiten, die man als Hofpony so hat. Er ist recht eigen und man könnte liebevoll sagen, gerne mal ein kleiner Tyrann.
Baby hat wahrscheinlich in seinem Leben eine Menge Kinder ertragen müssen, was für ein Tier sehr stressbehaftet und schmerzhaft sein kann. Wenn er heute auf Kinder trifft, dann reagiert er mehr als deutlich mit vollster Ablehnung. Er wird seine Gründe haben und wir werden ihm diesen Stress sicherlich niemals zumuten, auch nicht für Streichelbesuche. Baby ist ein sog. „gebranntes Kind“ und das akzeptieren wir.
Baby leidet unter Hufrehe, kann aber vom Schmied gut korrigiert werden und kommt bisher klar. Aufgrund seines gehobenen Alters rechnen wir allerdings jederzeit damit, dass es ihm auch schnell schlechter gehen kann und wir reagieren müssen.

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Die Lui-Herde: Lui, Monique, Manja, Maike, Antje und Sandokan
Lui, Antje und Maike sollten aufgrund von mangelndem Interesse der Besitzer der Schlachtung zugeführt werden. Die Bewohner des Seniorenheims "Sonnenhof Atrium" in Hettenleidelheim und der Seniorenheime "Grünhof im Park" und "Sonnenhof am Park" in Frankfurt nahmen sich der 3 Tiere an und unterstützen sie seit Aufnahme auf dem Pferdehof finanziell. Weitere Patenschaften sind gerne willkommen.
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Lui, Warmblut-Mix:
Wallach, 19 Jahre alt
Lui hatte eine gefährliche Verletzung an der Wirbelsäule, ist für uns ein echtes Wunder.
Schmerzfrei lebt er und zeigt ordentlich Tempo auf der Weide.
Lui sollte der Schlachtung zugeführt werden
Bei Lui haben Besucher stets erst einmal ein Runzeln auf der Stirn. Er ist eine Erscheinung, die man aufgrund seiner ausgeheilten Verletzung der Wirbelsäule nicht übersehen kann.
Lui hat in seinem Leben viel mitgemacht. Laut Aussagen wurde er von seiner Vorbesitzerin ommer wieder in einen Hänger geprügelt und stürzte dabei irgendwann in Panik über die Rampe. Die Fraktur ist zum Glück komplett verheilt und er läuft vollkommen schmerzfrei und in seinem Gangbild absolut uneingeschränkt.

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Für ernsthafte Komplikationen sorgte eher seine seelische Wunde. Lui zeigte ein regelrecht lebensgefährliches Aggressionspotential gegenüber allen Frauen. Keine Frau konnte in seine Nähe, ohne dass das bei ihm einen Angriff zur Folge hatte.
Eine Herausforderung für die weiblichen SONNENHOF - Mitglieder. Es hat seine Zeit gedauert, bis er begriff, dass nicht jede Frau eine Gefahr darstellt. Bei Ariane & Nico ist er mittlerweile zu einer Lebensversicherung geworden, die könnten sich glatt drunterlegen. Er hat vollstes Vertrauen in sie. Weibliche Besucher bitten wir jedoch aus Sicherheitsgründen anfänglich um Vorsicht.
Unser Lui ist ein wunderbares Pferd, welches seine Vergangenheit verarbeitet hat und sein Leben in seiner Herde sichtlich geniesst. |
Monique, Warmblut-Mix
Stute, 31 Jahre alt
Pferd in "Rente"
Eine unserer "Omas" auf dem Hof und unangefochtenes Oberhaupt ihrer LUI-Herde. Monique lässt sich die Leitung nicht nehmen und lässt keinen Zweifel an ihrer Stellung, sollte eines der anderen Pferde dies anfechten wollen.
Für ihr Alter ist sie sehr rüstig, wenn auch nicht mehr körperlich so füllig. Das Alter macht sich langsam doch bemerkbar. Ihrer souveränen Führung tut das jedoch keinen Abbruch.
Monique hat eine kleine Schwäche, die man schlicht „Futterneid“ nennt. Sobald etwas Fressbares ihre Aufmerksamkeit erregt, gibt es keine Freunde mehr.

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Ansonsten ist sie einfach nur lieb und umgänglich. Na ja, bis auf einen Tick, für den wir bisher keine sichere Erklärung haben…sie wird ihre Erfahrungen gemacht haben. Sie gerät in Panik, wenn man sie anbindet. Ein Umstand, der sofort für ernsthafte Gefahr sorgen würde. Man kann sie überall abstellen, den Führstrick um ihren Hals legen und sie putzen oder den Schmied an sie heran lassen. Sie bleibt geduldig stehen und lässt alles mit sich machen…. nur anbinden sollte man sie nie!
Wir hoffen, dass Monique noch eine zeitlang fit bleibt, auch wenn wir wissen, dass sie mittlerweile ein Alter hat, in dem es jederzeit zu einem drastischen Abbau kommen kann. |
Manja, Araber-Mix
Stute, 22 Jahre alt
Pferd in "Rente", Sehnenschaden
Um Manja zu beschreiben, braucht es eigentlich nur zwei Worte: abgrundtief lieb!
Manja ist einfach nur lieb. Sie fällt nie negativ auf, sie zickt nie, sie fordert nie, sie ist umgänglich und brav. Manja ist eine kleine, zarte Madame… die einfach nur zum Streicheln und schmusen einlädt. Ihre sanfte und unauffällige Art sollte man jedoch nicht mit Scheu verwechseln, denn sie ist nicht scheu. |
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Sie holt sich stets was sie will… mit ihrer unverwechselbar charmanten und gutmütigen Art. Manja ist unser friedlicher, aber keineswegs temperamentloser Sonnenschein.

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Maike, Haflinger:
Stute, 13 Jahre alt
sollte der Schlachtung
zugeführt werden
Maike bildet in ihrer Herde das rangniedrigste Tier, obwohl sie sich sicherlich mit etwas mehr Selbstbewusstsein weiter hätte nach oben arbeiten können.
Unsere sehr kompakte Schnute (liebevoll „Panzer“ genannt) neigt etwas zu Übergewicht und litt unter Hufrehe, die wir sehr gut in den Griff bekommen konnten. |
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Sie sieht aus wie ein Schmusepferdchen, neigt allerdings dazu, einen etwas zu forsch anzuknabbern, wenn sie etwas haben möchte.
Eine sehr freundliche kleine Dame, die immer ausschaut wie ein Unschuldslamm, durchaus aber den Schalk im Nacken hat.

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Antje, Warmblut-Mix:
Stute, 19 Jahre alt
sollte der Schlachtung
zugeführt werden
Antje ist der lebendige Schatten unseres Lui. Sie lässt sich nicht von ihm trennen und sollte dies notwendig sein, kann man sich auf Komplikationen einstellen.
Antje hat einen sehr ausgeprägten Dickschädel und eine nicht grade ungefährliche Art und Weise, diesen manchmal auch durchsetzen zu wollen. Wenn ihr was nicht passt, dreht sie sich mit aller Kraft um und feuert hinten raus…da gibt’s keine halben Sachen bei ihr. |
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Woher dieses Verhalten rührt, können wir nicht rekonstruieren, aber wenn man um die Gefahr weiss, kann man entspannt mit ihr umgehen. Sie ist eine sehr freundliche Dame, die allerdings eine wohlwollend konsequente Führung benötigt. Innerhalb ihrer Herde ist der Umgang mit ihr vollkommen problemlos.

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Sandokan, Araber-Mix:
Hengst, 23 Jahre alt
Pferd in "Rente"
"Sando" ist ein Charakter für sich. Wenn er jemanden kennt und mag, dann hat man einen absolut braven Kumpel an seiner Seite. Sando sucht sich seine Freunde jedoch genau aus. Fremden gegenüber kann er sich auch mal abweisend zeigen.
Wenn er jemanden nicht in seine Nähe lässt, dann sollte man dies auf keinen Fall erzwingen wollen.
Er ist im Grunde sehr umgänglich, wenn man ihn zu nehmen weiss, wie er ist und ihn nicht unter Druck setzt, darauf reagiert er schnell mal mit explosivem Gegendruck.
Das durften auch schon unsere Tierärzte „lernen“.
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Sando steht immer neben „seiner“ Herde und passt genau auf, dass man ihm diese nicht wegnimmt. Solange alle Herdenmitglieder in seinem Sichtfeld sind, ist seine Welt in Ordnung.
Leider ist er etwas empfindlich im Bereich der Atemwege und wir müssen in der kalten Jahreszeit immer besonders aufpassen, dass er trocken stehen kann. Keiner fängt sich schneller etwas ein als Sandokan. Ein richtiges Robustpferd ist an ihm nicht verloren gegangen.

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Sylvanah, Vollblutaraber:
Stute, 9 Jahre alt
sollte Zuchtpferd werden
übernommen, damit mit ihr nicht
gezüchtet wird
Eine Schmusedame per excellence. Sylvanah holt sich immer gerne eine Massage ab und solange man nicht an ihre empfindlichen Stellen fasst, geniesst sie es in vollen Zügen. Sie ist äusserst selbstbewusst und für ihr Alter schon sehr reif. Sylvanah bringt eigentlich wenig Alltägliches aus der Ruhe…bis auf Futter. Da wird sie dann doch über die Maße ungeduldig |
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Bei ihr angekommen wird man auch direkt durchsucht, ob man etwas Schmackhaftes in den Taschen hat oder nicht. Sie muss noch so einiges lernen, wird aber dann mit Sicherheit eine wunderbare Begleiterin. Leider hat Sylvanah deutlich wachsende Melanome, die wir aufgrund ihres jungen Alters mit Sorge beobachten. Da diese an sehr unpraktischen Stellen sitzen, werden wir um eine OP nicht herumkommen. Leider zeichnet sich ein sehr schnelles Wachstum der Melanome ab.

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Monisa, Vollblutaraber:
Stute, 23 Jahre alt
sollte wegen Umzug der Schlachtung
zugeführt werden
freigekauft
Das ehemalige Sorgenkind hat sich prächtig entwickelt. Monisa kam mit einer schweren Futterrehe an und keiner wusste genau, ob dieses Pferd sich wirklich so erholt wie erhofft. Sie hat alle eines Besseren belehrt, ist beschwerdefrei und schwebt mit wunderbarem Gangvermögen temperamentvoll über die Weide. Jedoch ist ein genauer Futterplan und das Umgehen von fetten Weiden ein absolutes Muß für ihre zukünftige Gesundheit. Nicht einmal die Tierärzte hatten mit einer solchen Genesung gerechnet. |
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Monisa fordert grundsätzlich Streicheleinheiten ein, wenn man in ihrer Nähe ist und man manchmal das Gefühl, man sei als Massagepersonal bei ihr abgestellt.
Sie liebt jede Art der persönlichen Zuwendung, sie ist in ihrer Vergangenheit vor dem SONNENHOF diesbezüglich zu kurz gekommen. Man kann nicht sagen, dass sie vorher schöne Jahre hatte. Im Gegenteil…

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Munessa, Vollblutaraber:
Stute, 20 Jahre alt
ehemaliges Zuchtpferd
übernommen
Unsere "Mutter der Nation". Munessa nimmt sich gerne allem an, was jung ist und lenkt nebenbei mit absoluter Souveränität den Alltag der Stuten. Sie ruht in sich selbst und weiss genau um ihre Ausstrahlung. Ihre hochrangige Stellung verteidigt sie mit absoluter Konsequenz, ist dabei aber niemals „stutenbissig“. Munessa hat viel Temperament wenn sie möchte…zeigt manchmal aber auch nur den „Esel“ in ihr.
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Leider webt Munessa, wenn sie mal über Nacht in den Stall muss. Ein Verhalten , welches sie auch auf dem Sonnenhof nicht mehr abgestellt hat. Zum Glück gehört sie mit ihrer Robustheit zu den Pferden, die im Sommer grundsätzlich 24 Stunden Weidegang geniessen und den Stall eigentlich nur im Notfall sehen.

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Gita, Vollblutaraber
Stute, 24 Jahre alt
ehemaliges Zuchtpferd
als Beistellpferd übernommen
Gita, eine ehemalige Zuchtstute kam als Beistellpferd auf den Sonnenhof. Sie soll in Ruhe einfach nur Pferd sein dürfen.
Gita hat in ihrem Leben Schlimmes erlebt, was sich teils in ihrer Geschichte widerspiegelt und teils in ihrem Verhalten. Wir haben sehr lange gebraucht, bis sie nicht mehr vor uns wegrannte und sich, wenn auch eher unangenehm berührt, von uns anfassen ließ. Der vertrauensvolle Kontakt zum Menschen fällt ihr nach wie vor schwer und grade Berührungen am Kopf machen ihr zu schaffen. Das Sonnenhof-Team ist ihr lieb und teuer, aber fremde Menschen brauchen eine Menge Geduld um sich ihr zu nähern. Ihre zitternde Angst vor Fremden & auch ein paar Narben zeigen uns deutlich wie sie vor ihrem Leben auf dem Sonnenhof behandelt wurde.
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Sie verhält sich in ihrer Herde unauffällig und klebt an unserer Leitstute, die man nicht aus ihrem Sichtfeld nehmen sollte, will man in Ruhe mit ihr umgehen. Gita ist sanft, schreckhaft und schüchtern... sie fordert nie etwas ein und trägt kein sonderlich großes Selbstbewusstsein in sich. Die Panik ist aus ihren Augen gewichen und wir freuen uns immer sehr, wenn sie von sich aus ankommt. Das wäre anfangs unmöglich gewesen.

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Farid, Araber-Wallach
7 Jahre alt
Farids Geschichte ist erschreckend und macht wütend. Sein Leidensweg begann bereits als Fohlen und hat nachhaltig dazu geführt, dass er wesentliche Defizite im Sozialverhalten mit anderen Pferden hat. Der systematische Drill und die unglaubliche Brutalität im Umgang, die katastrophale Haltung dieses jungen Hengstes in der Showszene habe aus ihm gemacht, was man einen sog. „Mankiller“ nennt.
Farid ist unberechenbar und schwer traumatisiert. Der Umgang mit ihm erfordert volle Konzentration und Erfahrung. Als tickende Zeitbombe und Lebensgefahr für jeden Menschen in seiner Nähe kam er auf den Hof. Ein langer Weg des Aufbaues, sowie körperlich wie vor allem seelisch begann und verlangte dem Sonnenhof-Team alles ab, was nervlich und körperlich machbar ist. Jeder von uns hat sich immer mal wieder in lebensbedrohlichen Situationen wiedergefunden und wir wissen, dass es immer mal wieder „Aussetzer“ bei ihm gibt. Der Leidensweg dieses Pferdes von dem wir wissen, aber allein auch das Beobachten seines Verhaltens in manchen Situationen - und was wir daraus ableiten können – ist einfach nur grausam.
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Farid ist auf einem guten Weg, wird aber noch jede Menge kleine Hürden nehmen müssen und sich an ein Leben als Pferd herantasten müssen.
Farid ist für Fremde & Besucher absolut tabu - lebensbedrohlich.

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Die "Schloss Ditfurth Pferde": Mozart, Amutifle, Fa Tufa und Farascha
Sie erstaunen uns immer wieder in vielerlei Hinsicht. Ihre Geschichte birgt erschreckende Vorkommnisse (siehe Presse: Schloss Ditfurth), die jedes unserer "Ditfurth-Pferde" traumatisiert und geprägt hat.
Anfangs eher apathisch, äusserst scheu (nicht halfterführig) und kränkelnd standen diese vier Pferde bei uns im Offenstall. Es war schwer zu glauben, was sie scheinbar alles zu verarbeiten hatten.
Jedes dieser Tiere brauchte so seine eigene Zeit, die äusseren wie inneren Blessuren heilen zu lassen. Mittlerweile sind sie fit, laufen einem vertrauensvoll auf Zuruf hinterher und lassen sich entspannt am Halfter führen. Sogar der Schmied darf sie mittlerweile anfassen, was anfangs eine Tortur für alle Beteiligten darstellte. Alle Asilen sind mittlerweile wahre Schmusekünstler…etwas, was uns sehr stolz macht…waren sie doch derart starr vor Angst als sie ankamen. Sie waren in jeder Hinsicht viel Arbeit. Es hat sich gelohnt!
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Mozart, Asil-Araber:
Wallach, 18 Jahre alt
Mozart ist eine Ausnahmeerscheinung. Der anfangs schmächtige Kerl hat unglaubliches Geschick, einen scharfen Verstand, einen auffallend sanften Blick und gegenüber seinen drei Stuten wirklich die Ruhe weg. Viele Narben zeugen von viel Leid, welches er verarbeiten musste. |
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Er ist jedoch sehr freundlich zu zutraulich geworden, lässt sich gerne putzen und massieren. Seit seiner Kastration auf dem Sonnenhof ist der ehemals schmächtige Hengst ein etwas runder, gelassener Wallach geworden…was uns alle mehr als freut. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass sich dieses Pferd noch so positiv entwickeln kann. Leider hat Mozart mit einer Art Sommerekzem zu kämpfen, was aber gut im griff zu halten ist.

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Amutifle, Asil-Araber:
Stute, 21 Jahre alt
Amutifle ist ein Persönchen für sich. Immer die Erste, wenn es ein Leckerchen gibt, mittlerweile kräftig gebaut und sehr schick ist sie mit Sicherheit das Pferd, welches körperlich aus der Vergangenheit am wenigsten Schaden genommen hat.
Wonneproppen "Amu" ist allerdings etwas kopfscheu geblieben, was das Aufhalftern zu einem Akt in Zeitlupe und mit gutem Zureden macht, aber mittlerweile immer möglich ist. Sie hat am Längsten gebraucht, die menschliche Hand als etwas Wohltuendes zu akzeptieren. |
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Ihr Temperament, ihre körperlich gute Verfassung und ihre Lebensfreude zeigen uns aber deutlich, wie gut ein Tier Schrecken der Vergangenheit bewältigen kann, wenn es genug Raum und Zeit bekommt. "Amu" ist heute Nichts mehr davon anzusehen. Sie ist rund und spritzig, manchmal sogar schon recht frech.

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Fa Turfa, Asil-Araber:
Stute, 18 Jahre alt
Fa Tufa ist die Herzdame unseres Mozarts. Die Beiden stehen nie weit voneinander entfernt und mögen nicht, wenn man sie trennt. Es muss immer gewährleistet sein, dass sie Blickkontakt zueinander haben, sonst hat man zwei recht unzugängliche Nervenbündel als Quittung.
Fa Tufa hat sich körperlich wie seelisch bestens erholt und ist zu einer freundlichen, temperamentvollen sowie teils recht frechen "Madame" geworden.
Sie fordert gerne mal recht aufdringlich ihre Streicheleinheiten ein und vor dem Hintergrund ihrer Vergangenheit ist das für uns mehr als erfreulich. |
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Aufgrund ihrer sehr deutlichen Bockhufigkeit und der immer wieder benötigten Korrektur durch den Schmied ist sie nicht ganz so begeistert davon, wenn man an ihre Hufe möchte. Der Stress dieser ihr damals eher unbekannten, häufigen aber notwendigen Korrekturen haben sie veranlasst, auch heute noch den armen Mann von Weitem nicht zu mögen. Sie läuft heute absolut beschwerdefrei und wir sind uns sicher, dass sie sich auch an diesen Teil des Pferdealltags noch gewöhnen wird.

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Farascha, Asil-Araber:
Stute, 24 Jahre alt
Farascha führt die kleine Herde an und das, obwohl sie mit Sicherheit die Schmächtigste von den Vieren ist. Sie hat verkrüppelte Vorderbeine, die sie aber nicht beeinträchtigen und auch keinerlei Schmerzen verursachen. Leider ist auch Farascha äusserst schwerfuttrig und es bleibt kaum etwas an ihr hängen.
Die zarte, schmächtige Stute lässt sich allerdings „die Butter nie vom Brot nehmen“ und führt trotz ihrer körperlichen Schwächen die Herde kompromisslos an.
Laut Tierarzt ist sie soweit fit, sie hat allerdings keinen einwandfrei funktionierenden Stoffwechsel, was sich auch beim Fellwechsel mehr als deutlich beobachten lässt. Sie lässt kein Haar freiwillig los und ist zum Glück eine Freundin regelmäßiger Massagen und Pflegepogramme. |
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Sie ist eine wunderbar feinfühlige, ruhige und brave kleine Dame. Wenn sie gelassen über die Weide läuft, geht einem gerade bei ihr das Herz besonders auf.
Farascha macht uns etwas Sorgen und wir hoffen, dass sie weiter aufbaut. Wir gehen davon aus, dass ihre schmächtige Statur, die Verkrüppelung der Beine, ihre schwere Vergangenheit, ihr Stoffwechselproblem und nicht zuletzt ihr Alter sie insgesamt anfälliger machen als alle anderen. Auf "Farascha" muss gut aufgepasst werden.

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